Conversational Following: Wie wir Twitter für den Wissensaufbau verwenden können

Twitter verändert seinen Charakter, findet seine Bestimmung und wird sich weg von einer Konversationsplattform in Richtung einer Ideen- und Informationsbörse entwickeln. Dieser Meinung ist jedenfalls @VenessaMiemis, die gestern auf ihrem Blog den bemerkenswerten Artikel How To Use Twitter to Build Intelligence veröffentlicht und dem Twitterversum zur Diskussion vorgelegt hat. Einher mit dieser Entwicklung geht nach Vennessas Vorstellung auch ein Paradigmenwechsel betreffend Aufbau und Funktionsweise von Twitter. Weg von Benutzerzentriertem hin zum Ideenzentrierten Folgen. Ich folge also nicht mehr einzelnen Personen über einen längeren Zeitraum, sondern in erster Linie Ideen und Konversationen.  

Nicht mehr die Konversation, sondern die kollektive Wissensbildung und –vermittlung steht im Zentrum dieses Konzepts des „conversational followings“. Es wird argumentiert, dass man eher Ideen und Konversationen temporär folgen sollte als Leuten. Ähnlich wie Venessa argumentiert auch @ValdisKrebs vor einiger Zeit in seinem Artikel So Many People So Little Time. Valdis hat nur einen sehr kleinen Kern von 50 Leuten denen er langfristig folgt und allen anderen Leuten eben nur temporär in Zusammenhang mit Konversationen rund um Ideen und Meinungen. Das Resultat des „conversational followings“ sind konsequenterweise eine niedrigere Anzahl an Leuten den man folgt und eine hohe Fluktuation. Venessa ist darüber hinaus der Meinung, dass nichtssagende Tweets wie „Danke“, „LoL“ etc eher in den Bereich der DMs gehören, weil sie eben dem Wissensaufbau stören.

Letztlich gehen auch die TwitterListen bereits in diese Richtung, wie ich in einem meiner letzten Postings über die Veränderungswirkung der TwitterListen festgestellt habe. TwitterListen und damit einer Konversation kann gefolgt werden ohne der Person zu folgen, welche die TwitterListe erstellt hat und pflegt. Die Idee des temporären Folgens von Ideen und Konversationen ist meinem Dafürhalten nach letztlich nur noch eine sehr konsequente Umsetzung des hinter den TwitterListen stehenden Prinzips. Oder?

Posted via email from mexx.media’s TwitterFeed

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